Sechs Prozent mehr gefordert und acht Prozent bekommen! Die Lüge vom guten Tarifabschluss im öffentlichen Dienst und das Gejammere von Andreas Dressel.

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Die Gewerkschaft verdi hatte in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst 6 % mehr an Gehalt für die öffentlich Bediensteten gefordert. Und nun sind es sogar, sage und schreibe, 8 Prozent geworden! Mein Bekannter rechnete sich gleich aus, dass er 320 Euro mehr bekommen würde. Völlig falsch, musste ich ihm erklären, denn die Forderung, so wird es jedenfalls von verdi der Öffentlichkeit vermittelt, bezieht sich immer auf ein Jahr. Jetzt gibt es aber auf 33 Monate gerechnet 8 % mehr, das macht lächerliche 2,9% auf ein Jahr bezogen. Verdi verkauft dem Bürger, die Bediensteten bekämen 8% mehr. Überall auch in den Medien steht die 8 in großen Lettern. Dann könnte man ja auch 17% abschließen für 6 Jahre. Prozente beziehen sich immer auf 1 Jahr. Wer zur Bank geht, dem wird der Prozentsatz an Zinsen, die er bezahlen muss, für 1 Jahr genannt. Ich möchte das Gesicht des Bänkers sehen, den ich frage, ob der Prozentsatz für 2 oder 3 Jahre gilt. Verschleierung ist oberstes Gebot. Die Inflationsrate betrug übrigens 2018 bereits 1,8%. Was bleibt also an Nettokaufkraftsteigerung letzendlich übrig? Enorme 1,1%. Und dafür soll es Lob geben? Nein! Und dann jammert Herr Dressel, Finanzsenator von Hamburg, über „einen großen Kraftakt für den Gesamthaushalt“, weil die Erhöhung den Haushalt bis 2021 mit 421,2 Millionen belaste, also pro Jahr mit ca. 140 Millionen. Jetzt hetzt er wieder, werden einige Leser dieses Artikels sagen, wenn ich nur auf Tatsachen hinweise, wie die folgende: Im Jahr 2017, für 2018 liegen noch keine Zahlen vor, wurden für die damals ca. 50.000 Migranten in Hamburg netto 632 Millionen Euro ausgegeben, wohlgemerkt in einem Jahr. Dieses Geld war und ist selbstverständlich in Zukunft, ohne Wehklagen von Herrn Dressel, vorhanden. Niemand spricht da von einem Kraftakt. Was soll das Gerede, Herr Dressel, von einem Kraftakt bei lächerlichen 140 Millionen Euro pro Jahr für den öffentlichen Dienst. Für Migranten ist Geld in Hülle und Fülle vorhanden, für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst fallen dann eben auch ein paar Brosamen ab. Man stelle sich vor, in welchem Umfang die Löhne und Gehälter der öffentlich Beschäftigten, insbesondere derer die in der Pflege, Erziehung, und Kinderbetreuung hätten erhöht werden können, wenn man mal wirklich nennenswerte Beträge in die Hand genommen hätte.

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