Heute ist Rosenmontag! Hubertus Heil wirft teure Kamellen unters Rentner Volk.

Marketing Experten haben Hubertus Heil geraten, seine geplante Grundrente „Respektrente“ zu nennen. Das komme beim Wahlvieh gut an. Respekt ist immer gut. Denkste! Wer als Geringverdiener 35 Beitragsjahre auf seinem Rentenkonto nachweisen kann, soll seine Rente aufstocken können, um bis zu 447 Euro im Monat. Soweit so gut! Was als soziale Gerechtigkeit verkauft werden soll, ist jedoch teilweise sehr ungerecht und respektlos. Unabhängig davon, ob ein Rentner allein auf die staatliche Rente angewiesen ist oder ob die Rente nur ein Zubrot zu einer üppigen Altersversorgung aus anderen Quellen ist, jeder soll die Aufstockung bekommen ohne jegliche Bedürftigkeitsprüfung. Diejenigen werden belohnt, die bewusst ein Leben lang nur in Teilzeit gearbeitet haben. Wie hoch die Einkünfte des Partners sind oder ob Geld aus einer privaten Rentenversicherung fließt, spielt keine Rolle. Bei Maischberger sagte ein Professor, dessen Frau eine Rente von 578,– Euro bekommt, er und seine Frau bräuchten die Aufstockung zwar nicht, denn seine Pension sei höher als 7.000 Euro im Monat, aber man nehme das Geschenk gern an. Auch spielt das Vermögen des Kleinrentners für Heil keine Rolle. Eine Frau berichtete bei Markus Lanz, sie habe ein größeres ererbtes Vermögen ihrer Eltern und ihre eigene Rente betrage nur 693,– Euro. Auch sie bekommt die Aufstockung obwohl sie nur ein kleines Zubrot zu den hohen Mieteinkünften der Frau ist. Ist es etwa respektlos, zu prüfen, ob jemand staatlicher Hilfe bedarf oder nicht? Dann könnten wir doch gleich im gesamten Sozialsektor auf alle Bedarfsprüfungen und Einkommensgrenzen verzichten! Und schließlich wo bleibt Heils Respekt vor mir als Beitragszahler, der ich das alles bezahlen soll, z.B. die Rentenanhebung für teilzeitbeschäftigte Frauen von bestens verdienenden Männern? Die Spendierlaune von Heil hat aber noch einen weiteren eklatanten Fehler. Die Grenze von 35 Versicherungsjahren kann dazu führen, dass eine Rentnerin nach 35 Jahren Teilzeit eine höhere Rente erhält, als ein Rentner, der 33 oder 34 Jahre Vollzeit in einem prekären Beschäftigungsverhältnis gearbeitet hat. Wo ist der Respekt vor diesem Rentner geblieben? Das ist respektlos Herr Heil! Eine Bedürftigkeitsprüfung ist also unabdingbar. Hubertus Heil möchte seine Partei, die SPD aus dem tiefen Tal der Tränen wieder über die 20% Grenze helfen, mit einem solchen Gesetzentwurf wird das aber wohl kaum gelingen.

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